(Heil-)Pflanzen im Ottenauer Sommer

26.8.21
Diese Schönheiten habe ich nicht in Ottenau, sondern in Baiersbronn beim Wandern entdeckt. Es ist Tausendgüldenkraut, auch Bitterkraut oder Laurin genannt, und ist mit Enzian verwandt. Tausendgüldenkraut ist mittlerweile selten in Deutschland und steht unter Naturschutz. Es gehört zu den besonders geschätzten Heilpflanzen; als starke Bitterpflanze hilft es bei Verdauungsbeschwerden, wie Verstopfung, Blähungen, Sodbrennen und und regt die Magensaftproduktion an. Die entzündungshemmende Wirkung des Tausendgüldenkraut lindert bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma und Gicht.
Und ich habe mich sehr über meinen Fund gefreut.

22.8.21
Wilder Majoran, Oregano oder Dost bietet vielfältige Verwendung. Er ist ein aromatisches Gewürzkraut und beliebt für Pizza und Pastasoßen.
Wilder Majoran gehört als Heilkraut zu den Bettstrohkräutern, die früher den Frauen zur Geburt ins Bett gelegt wurden, wohl aufgrund seiner krampflösenden und antiseptischen Eigenschaften.
Für Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Bienen sind die Dostblüten eine beliebte und gut besuchte Nahrungsquelle.

15.8.21
Eisenkraut auch Taubenkraut, Katzen-blutkraut, Verbene oder Wunschkraut genannt, gehört zu den Verbenen und ist eine traditionelle Heilpflanze.
Im Altertum wurde es bei Stichverletzungen, Fieber, Geschwüren und anderen Beschwerden eingesetzt. Eisenkraut ist eine alte kultische Pflanze, es wurde genutzt, um Opfersteine oder Altare zu reinigen. Die Griechen und Römer glaubten, dass das Eisenkraut über glücksbringende Kräfte verfügt. Die Kelten verwendeten das Kraut als Räuchermittel und auch beim Härten und Schmieden von Waffen.

8.8.21
Engelwurz oder Angelica wird auch Heiligenbitter genannt. Die Pflanze unterstützt die Produktion von Gallenflüssigkeit und Magensäure und hilft so der Verdauung. Öl aus den Wurzeln und Samen ist Bestandteil von Kräuterlikören und Magenbitter. Die Stängel kann man kandieren und Süßigkeit herstellen.
Alle Teile der Pflanze sind essbar, sie schmecken aromatisch, derb bis süßlich, In Zeiten der Cholera und Pest war die Angelica ein wichtiges Heilmittel.

4.8.21
Blutweiderich wird auch Blutkraut oder stolzer Heinrich genannt. Seinen Namen hat der Blutweiderich von der blutstillenden Wirkung. Er wirkt auch beruhigend, antibakteriell, harntreibend, hustenstillend und blutzuckersenkend.
Der Blutweiderich ist Futterpflanze für Bienen und Schmetterlinge, er ist zudem eine alte Färberpflanze.

25.7.21
In den Salzwiesen habe ich diese imposante Distel gesehen. Es könnte eine Ringdistel sein, die gar nicht so häufig vorkommt. Weitere Informationen habe ich nicht gefunden, die Distel ist dennoch ein Hingucker.

Der Wiesenbärenklau, auch Wiesenrhabarber oder Bärentatze genannt, bietet vielfältige Verwendung. Junge Blätter sind ein gutes Viehfutter z. B. für Kaninchen.
Junge Blätter und Sprosse können als Wildgemüse gegessen werden.
Die Samen können als Gewürz genutzt werden, unreife Samen kann man als Likör ansetzen.
Und Insekten mögen den Wiesenbärenklau offensichtlich als Futterquelle.

Das schmalblättrige Weidenröschen wird auch Feuerkraut oder Frauenhaar genannt. Es ist ein wertvolles Heil- und Küchenkraut; in der Heilkunde wird es vorwiegend gegen Männerleiden eingesetzt. In der Küche findet es vielfältige Verwendung als Gemüse, im Salat und zum Würzen.
Unsere Vorfahren glaubten an blitzabweisende Fähigkeiten des Weideröschen zu, und so kommt es auch in die Kräuterbüsche zu Maria Himmelfahrt.

Wasserdost, auch Wasserhanf oder Kunigundenkraut genannt, kann bei allen Erkältungen und Infektionen zur Steigerung des Immunsystems eingesetzt werden. Insbesondere Schmetterlinge und Schwebfliegen sprechen auf die Blütenstände an. So ist der Nektar des Wasserdosts im Spätsommer eine überaus wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlinge.

27.6.21
Mädesüß
wird auch Johanneswedel oder Spierstrauch genannt.
Aus den Blütenknospen des Mädesüß wurde die entzündungshemmende Salicylsäure gewonnen, der Wirkstoff von Aspirin. Es ist ein gutes Schmerzmittel und hilft auch bei Rheuma, Völlegefühl und Erkältungen.
Die keltischen Druiden nutzten Mädesüß als Duftpflanze.
Mädesüß wird zum Aromatisieren von Süßspeisen genutzt, man kann es ähnlich verwenden wie Waldmeister.

Es blühen zur Zeit viele Wildblumen, Färberkamille, Ackerglockenblume und Wegwarte. Im Altertum und Mittelalter war die Wegwarte als Zauberkraut bekannt. Aus ihr wird auch der Zichorienkaffee gemacht, der in schlechten Zeiten als Kaffeeersatz diente.

23.6.21
Heute habe ich besondere Schönheiten gesehen, das rote ist eine Feuerlilie auf einer Wiese.
Das mittlere ist Odermennige, auch Brustwurz genannt. Es ist ein altes Heilkraut, es hilft bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich, sowie allgemein bei Magen-, Darm- und Galleleiden. Der Odermennige wurde auch zum Wollen färben genutzt, es ist ein gelber Farbton.
Die Königskerze ist ein echter Hingucker. Sie ist eine bekannte Heilpflanze bei Husten, vor allem bei Reizhusten. In den Kräuterbüschen zu Maria Himmelfahrt hat die Königskerze den Platz in der Mitte.

20.6.21
Bei meinem Sonntagsspaziergang sind mir diese Schafgarben, Achillea millefolium aufgefallen, auch bekannt als Augenbraue der Venus oder Blutstillkraut. Die Schafgarbe ist eine alte Heilpflanze, “garbe” leitet sich von dem althochdeutschen “garwe” ab, was Gesundmacher bedeutet.
Der Gattungsname  Achillea bezieht sich auf Achill, den Helden des trojanischen Krieges, der Schafgarbe zur Heilung seiner vielen Wunden verwendete.
Schafgarbe hilft bei Nasenbluten und auch inneren Blutungen, sie wirkt schweißtreibend und blutdrucksenkend, Schafgarbe beruhigt und hilft bei wetterbedingten Kopfschmerzen und Migräne.

Bei meinem Spaziergang habe ich noch zwei besondere Pflanzen gesehen, ich bin mir aber nicht ganz sicher. Die weiße könnte Schierling sein, der hochgiftig und mittlerweile selten ist. Das gelbe Kraut ist wohl Jakobskreuzkraut, das für Weidetiere gefährlich ist, auch wenn es hübsch anzusehen ist.

18.6.21
Heute bin ich am Murgdamm vorbeigeradelt und habe diese Schönheiten entdeckt. Es sind Rosenmalven auch Siegmarswurz genannt.
Verwendet werden meist Blätter und Blüten. 
Die Rosenmalve wirkt reizmindernd, entzündungshemmend und schleimlösend bei Erkältungen und Bronchitis. Äußerlich angewendet lindert sie Juckreiz und Rötungen bei Insektenstichen.

Johanniskraut, auch Herrgottsblut oder Sonnwendkraut genannt, ist eine alte Heilpflanze. Es ist eine Mittsommerpflanze, der Name stammt vom Johanni-Tag am 24. Juni ab. Das Johanniskraut wird mit der Sonne assoziiert, es nimmt die Kraft der Sonne an den längsten Tagen des Jahres auf, und gibt sie über ihre Wirkstoffe in den dunkleren Tagen des Winters an die Menschen ab.
Johanniskraut wirkt als mildes Antidepressivum und Stimmungsaufheller sowie als Einreibemittel bei Hexenschuss, Rheuma und Gicht.
Johanniskraut macht die Haut lichtdurchlässiger – die Haut wird bei Sonneneinstrahlung schneller rot, wenn man Johanniskraut eingenommen hat.

13.6.21
Roter Fingerhut, auch Fuchskraut und Unserer-lieben-Frauen-Handschuh genannt, ist eine besondere Pflanze. Zum einen ist er sehr giftig, bereits der Verzehr von zwei Blättern kann zu einer tödlichen Vergiftung führen.
Zum anderen gelten Medikamente mit den Wirkstoffen des Fingerhutes, den Digitalisglykosiden, als die besten herzstärkenden Mittel.

In englischen und irischen Sagen dienen die Blüten des Fingerhutes den Elfen als Kopfbedeckung; böse Feen sollen die Blüten einst den Füchsen als Handschuhe geschenkt haben, damit diese lautlos in den Hühnerställen ihr Unwesen treiben konnten. 
Fingerhut steht unter Naturschutz.

3.6.21
Diese beiden Schönheiten gehören der gleichen Pflanzenfamilie an, es sind Rosengewächse. Die rosafarbenen Blüten sind Heckenrosen, in denen sich einige Bienen tummeln. Die weißen Blüten gehören zu einem Weißdorn und werden ebenfalls gerne von Insekten besucht. Die Hagebutten sind Nahrung für Vögel über den Winter bis in der Frühling .

Die Acker-Witwenblume auch Nähkisselchen genannt, wächst an Wegrändern und Äckern.
Als Heilpflanze wird sie in Form Umschlägen bei  Schnittwunden, Ekzemen, Hautausschlägen, Prellungen oder anderen Hautproblemen angewendet.

Diese nervige Pflanze im Vorgarten ist kleines Habichtskraut. Ich wollte es eigentlich aus meinem Vorgarten verbannen; nachdem ich mich darüber informiert habe, lasse ich es doch stehen.
Die Blüten der Wildpflanzen werden von einer ganzen Reihe von verschiedenen Wildbienen wie den Zottelbienen besucht.
Das Kleine Habichtskraut ist eine alte Heil-und Zauberpflanze, es wurde als Entgiftungsmittel und zur Stärkung der Sehkraft eingesetzt. Das Kraut hat Inhaltsstoffe, die psychoaktiv und ähnlich wie Cannabis wirken.

27.5.21
Bei meiner heutigen Wanderung sind mir diese hübschen roten Lichtnelken aufgefallen. Sie werden auch rote Waldnelke oder Herrgottsblut genannt. In der Volksheilkunde werden die Samen gegen Schlangenbisse eingesetzt. Die rote Lichtnelke wirkt auch hautreinigend und ist in diversen Produkten zur Hautpflege enthalten. 

25.4.21
Diesen prächtigen Beinwell habe ich am Sauberg gefunden. Beinwell wird auch Bienenkraut oder Hasenbrot genannt.
Und der Name Beinwell ist auch Programm als Heilpflanze.
Beinwell wird bei Knochenbrüchen eingesetzt, um das Zusammenwachsen der Knochen zu fördern und den Schmerz zu lindern. Die Wirkstoffe des Beinwells fördern die Kallusbildung bei der Knochenheilung.
Man verwendet ihn traditionell gegen Verstauchungen, Verspannungen, Arthrose und diverse andere Probleme

Schlangenknöterich wird auch Lämmerzunge oder Lauchelchen genannt. Er ist essbar, junge Blätter vor der Blüte eignen sich gut als Salatgrundlage und im Smoothie. Gekocht werden sie wie Spinat zubereitet.
Als Heilpflanze stärkt der Schlangenknöterich die Verdauung und hilft gegen Entzündungen im Mund.

Zu Besuch bei den Rosenschönheiten

3.7.21
Ich war gestern in Baden-Baden wandern und bin auf dem Rückweg am Beutig vorbei. Dort fand vor 2 Wochen der Neuheitenwettbewerb statt. Ich bin in den Rosengarten hinein gegangen und habe mir die Siegerrosen und natürlich auch die anderen Rosen angeschaut.

Die goldene Rose von Baden-Baden ging an Royale Estelle; den Ehrenpreis des Ministeriums für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz erhielt Orienta Shila, unter anderem weil sie besonders bienenfreundlich und robust ist.
Ich finde beide Rosen wunderschön und ich finde es auch gut, dass Aspekte wie Bienenfreundlichkeit mit in die Wertung eingehen.

Änderungen bei Raiffeisen Markt Gaggenau

Die ZG Raiffeisen eG, Markt Gaggenau, hat uns und den anderen OGVs Folgendes mitgeteilt:

Wir bedauern Ihnen mitzuteilen, dass wir ab sofort Ihnen und Ihren Mitgliedern keinen Einkaufs- Rabatt von bisher 10% auf unsere Gartenartikel mehr gewähren können.
Dafür bieten wir Ihnen und Ihren Mitgliedern gegen Vorlage des Vereinsausweises einen Einkaufsrabatt von 2% auf unser gesamtes Sortiment an.
Wir freuen uns, Sie und Ihre Vereinsmitglieder weiterhin in unserem Haus begrüßen zu dürfen.  

Wir bitten unsere Mitglieder um Beachtung.

Jahreshauptversammlung wird verschoben

Liebe OGV-Mitglieder,

wir haben in der Verwaltungsratsitzung vom 21.Mai beschlossen, die Jahreshauptversammlung nochmal zu verschieben. Sie wird vom 18.Juni auf Januar/Februar 22 verlegt.

Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und verschiedene Optionen diskutiert. Ausschlaggebend war, dass wir keine Bewirtung anbieten dürfen und dass durch die Abstandsregeln viel Platzbedarf ist. Wir denken, dass diese Versammlung mit den Jahreshauptversammlungen, wie wir sie kennen und schätzen, wenig gemein hätte.

Deshalb haben wir die Verschiebung beschlossen in der Hoffnung, Ihnen dann im Frühjahr 22 mehr bieten zu können.

(Heil-)pflanzen im Ottenauer Frühling

13.Mai 21

Bei der heutigen Vatertagswanderung bin ich an Wiesenkerbel vorbei gekommen. Wiesenkerbel hat einen etwas herberen Geschmack als der Echte Kerbel. Man kann ihn in Salaten, Quark, Wildkräutersuppen verwenden. Junge Blätter können zu Wildgemüse gekocht werden.

Bei dieser Pflanze bin ich mir nicht sicher, es könnte Wasser-Greiskraut sein. Das Wasser-Greiskraut ist ein giftiges Wiesenkraut. Es ist giftig sowohl beim Verzehr als auch bei Hautkontakt. Für Tiere besteht eine Vergiftungsgefahr vor allem dann, wenn die Pflanzen ins Heu gelangen und verfüttert werden.

Wiesenschaumkraut ist auch unter den Namen Kuckucksblume oder Maiblume bekannt. Das Wiesenschaumkraut wurde zur Blume des Jahres 2006 gewählt, um auf die Gefährdung von Feuchtwiesen aufmerksam zu machen. Die Blüten enthalten viel Nektar. Wiesenschaum-kraut ist bevorzugte Nahrungspflanze von Raupen des Aurorafalters.
Als Heilpflanze wirkt es gegen Frühjahrmüdigkeit und stärkt des Immunsystem. Die jungen Blätter sind schmecken nach Kresse und sind leicht scharf.

8.Mai 21

Heute habe ich Gänsefingerkraut gesehen, auch Krampfkraut oder Gänsegarbe genannt. 
Gänsefingerkraut ist weit verbreitet und hat kleine gelbe Blüten. Alle Teile der Pflanze sind essbar, und sie ist ein altes Heilmittel bei Krämpfen.

Die Herbstzeitlose kenne ich bisher nur von den schönen Blüten im Herbst. Ich habe von der Verwechslungsgefahr von Bärlauch mit Herbstzeitlosen gelesen und habe heute auf der Wiese, auf der im Herbst die lila Blumen stehen, Ausschau gehalten. Das ist das Kraut der Herbstzeitlosen, und sieht schon dem Bärlauch ähnlich.
Die Herbstzeitlosen sind sehr giftig, auch für Tiere. Und doch haben sie auch heilende Wirkung, sie sind das einzige wirksame Heilkraut gegen Gichterkrankungen.

5.Mai 21

Besenginster oder auch Besenstrauch genannt diente früher als Besenreisig, aus den Fasern wurde ein juteähnliches Gewebe hergestellt. Der Besenginster dient als Winterfutter für Hasen und Rehe.
Besenginster ist in allen Pflanzenteilen giftig, er findet Anwendung bei Herzrhythmusstörungen und als Kreislaufmittel.

1.Mai 21

bei der heutigen Maitour habe ich einige schöne Pflanzen gesehen.
Das ist kriechender Günsel, auch blauer Gukguk genannt.
Günsel hat heilende Wirkung bei Rheuma, Magengeschwüren, Angina, Hautentzündungen.

Maiglöckchen oder Maiblumen gehören neben Lilie und Rose zu den Marienblumen.
Das Maiglöckchen ist ein wertvolles Heilmittel, Präparate mit Maiglöckchen-Wirkstoffen werden bei Herzbeschwerden eingesetzt. 
Maiglöckchen sind giftig, 2014 sind sie zur Giftpflanze des Jahres gewählt worden.

Waldmeister, auch Maikraut genannt, ist eine vielfältige Pflanze. Das Waldmeisteraroma ist in Maibowle, Eis oder Sirup beliebt.
Er ist zudem ein sanftes Heilkraut, das als Tee bei Kopfschmerzen und anderen Leiden hilft. Das typische Aroma verdankt der Waldmeister dem  Cumarin. In höherer Dosierung kann Waldmeister auch Kopfschmerzen verursachen.

Knoblauchrauke ist ein gesundes, mildes und doch sehr würziges Küchenkraut. Die ganze Pflanze ist essbar.
Sie ist sie ein Wildgemüse, das wie Bärlauch Knoblaucharoma hat.
Außerdem hat die Knoblauchrauke Heilwirkungen sowohl für die Atmungsorgane als auch gegen Wunden.

27.April 21

Heute habe ich diese bizarre Pflanze entdeckt, es ist ein Aronstab. Der Aronstab ist eine alte Zauber- und Hexenpflanze und sehr giftig .
Andere Namen sind Katzenpis, Stinkblume, Ekelblume oder Eselsohr.
Die gesamte Blüte riecht für Menschen widerlich. Insekten werden von dem Duft angelockt und dringen in den Kessel des Hochblatts ein, um die Blüten zu befruchten. Daher nennt man den Aufbau der Blüte auch Fliegenkesselfalle.
Aronstab ist geschützt und darf nicht gesammelt werden. 2019 war Aronstab die Giftpflanze des Jahres.

25.April 21

Diese drei Schönheiten habe ich beim Spaziergang entdeckt. Es sind Dolden Milchsterne, auch Stern von Bethlehem genannt. Die Pflanze ist giftig, besonders die Zwiebel.
Milchsterne sind auch unter dem Namen „Gärtnertod“ bekannt.

2.April
Veilchen stehen die in der Sprache der Blumen vor allem für Demut, Unschuld und Bescheidenheit. 
In der Antike war das Veilchen eine heilige Blume, dem Gott Pan geweiht.
In der heutigen Naturheilkunde wird das Veilchen vorwiegend bei Beschwerden der Atemwege, z.B. Husten und Bronchitis eingesetzt.
Mit Veilchen werden Parfüms veredelt, Veilchenöl gilt als hautpflegend.

Die weiße Pestwurz wurde in der Antike als Heilpflanze bei Geschwüren oder zur Wundheilung genutzt.
Im Mittelalter setzte man sie im Kampf gegen die Pest ein.
Später entdeckte man, dass die Pestwurz krampflösend wirkt, sie kann gegen Migräne helfen.
Auch gegen Asthma und Heuschnupfen wird Pestwurz verwendet.

Die Sumpfdotterblumen, auch Eierblumen genannt sind mit ihren leuchtend gelben Blüten ein echter Hingucker. Als Heilpflanze wurde die Sumpfdotterblume im Mittelalter häufig gegen Leberbeschwerden eingesetzt. Die Sumpfdotterblume ist in Europa, dem gemäßigten und nördlichen Asien sowie dem nördlichen und arktischen Nordamerika weitverbreitet. Sie zählt damit zu den zirkumpolar vertretenen Pflanzenarten.

Huflattich ist eine uralte Hustenheilpflanze, er enthält einen hohen Anteil an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Zink, Magnesium, Kieselsäure und Eisen. Zudem enthält er Schleim- und Gerbstoffe, wodurch er zu einer hervorragenden Pflanze für alle Bronchialerkrankungen wird.
So bekam der Huflattich 1994 auch eine Auszeichnung als “Heilpflanze des Jahres”. Huflattichtee wird vor allem bei chronischem Husten, krampfartigem Husten, Bronchitis und Asthma angewendet.

31. März

Milzkraut heißt diese Pflanze und früher wurde die Pflanze bei Milzbeschwerden verabreicht. Heute spielt sie als Heilpflanze keine Rolle mehr. Die Blätter sind essbar und können z.B. in Salat mit hinein gegeben werden

20.März
Die Schlüsselblumen habe ich am Sulzbach entdeckt. Die Blümchen sind in freier Natur selten geworden. Sie sind alte Heilpflanzen,
Blüten und Blätter sind essbar, und der Tee daraus hilft gegen allerlei Beschwerden.

Sonntag, 14.März
Die Walderdbeeren sind sehr früh dran mit Blühen und sie wecken bei mir die Vorfreude auf die Erdbeerzeit. Bis dahin dauert es allerdings noch eine Weile.
Walderdbeeren schmecken nicht nur fein, Blätter und Wurzeln finden in der Naturheilkunde Anwendung.

Schlehdorn oder auch Schwarzdorn und Sauerpflaume gehören zu den als erstes blühenden Büsche oder Bäume. Als Schlehen werden die blauen bis schwarzen Beeren des Schwarzdorns bezeichnet; sie sind ein uraltes Nahrungs- und Heilmittel. Heutige Zwetschgen, Mirabellen und Pflaumen sind Züchtungen aus dem ursprünglichen Schlehdorn.

Das Buschwindröschen wird auch Anemone genannt, ich kenne es als Kuckucksblümchen. Der  Name „Anemone“ geht auf die Nymphe Anemona zurück, die am Hofe der Göttin Flora weilte. Der Sage nach soll Flora die Nymphe in das Buschwindröschen aus Eifersucht verwandelt haben, denn Floras Gatte Zephyr, der Gott des Windes, hatte sich in Anemona verliebt.
In der modernen Heilkunde hat das kleine weiße Blümchen keine Bedeutung mehr.

Diese Fülle von Osterglocken habe ich auf dem Weg in die Salzwiesen gesehen. Sie sind für mich mit die schönsten Frühlingsblumen. Als Heilpflanze sind Osterglocken ungeeignet, sie sind giftig.

Scharbock ist ein alter Name für Skorbut, eine Vitamin-C-Mangelerkrankung, die früher nach einem langen Winter gar nicht so selten war. Da kam im März das Scharbockskraut mit seinen Vitamin-C-haltigen, würzigen Blättern gerade recht, um den Mangel auszugleichen. Zum Verzehr werden die Blätter vor der Blüte geerntet; sobald der Scharbock blüht ist die Pflanze giftig.

Hirtentäschel, auch Blutkraut genannt, blüht jetzt überall. Im Namen ist auch schon die blutstillende Wirkung benannt. Und außerdem kann man Hirtentäschl auch an Salat oder in Smoothies rein machen.

Diese schönen gelben Blüten gehören zur Kornelkirsche, auch Thierleinbaum genannt. Die Früchte sind ist in der Küche beliebt, ich werde mal im Herbst nachschauen, ob es was zum Ernten gibt.

Am Ottenauer Murgdamm blühen die ersten Heilkräuter. Der blaue Ehrenpreis, im Volksmund auch Grindkräutl oder Allerweltsheil genannt, wirkt hauptsächlich gegen Juckreiz.
Die lila Taubnessel wird auch Kuckucksnessel und Bienensaug (hier wohl Hummelsaug) genannt.
Beide Pflanzen sind alte Heilkräuter und können auch in der Küche verwendet werden.

Vergiss mein nicht!

Heute Morgen ist mir dieses Vergissmeinnicht aufgefallen. Es wächst nicht an der schönsten Stelle und ist dennoch hübsch anzusehen. Und beim Betrachten sind mir so viele Dinge eingefallen, die wir nicht vergessen sollten.
Zum einen unser Vereinsleben im OGV, das schon eine Weile auf fast Null runter gefahren ist. Genauso die anderen Vereine, wie Sport, Musik, Gesang, Tanz. Die Gruppen, die das gesellige Miteinander pflegen, Jugendgruppen, Seniorengruppen, Freizeitgruppen, …
Für mich ist das Vergissmeinnicht Ansporn, nicht nachzulassen, nicht zu vergessen wie wertvoll und wichtig diese ganzen Vereine und Gruppen und deren Aktivitäten für unsere Gemeinschaft und unser Miteinander sind.
Ich hoffe, dass wir im Sommer wieder mehr gemeinsam und miteinander unternehmen können, und wenn es ganz besonders gut läuft, blühen sogar noch ein paar Vergissmeinnicht.

L’inverno e passato – der Winter ist vorüber

Der Frühling legt los und macht den Garten von unserem Verwaltungsrat Bernd Seiser bunt.
Die Fotos sind im Abstand von jeweils einer Woche aufgenommen. Für mich ist das immer wieder ein kleines Wunder, wenn die Natur erwacht.

So ganz hat der Winter sich noch nicht geschlagen gegeben. Das Foto ist vom Frühlingsanfang und auf der Teufelsmühle liegt noch Schnee. Das Bild hat Heinz Merkel in der Weinau aufgenommen.

Schöne rote Schlüsselblumen zeigen sich schon früh im März. Sie haben auch den bezaubernden Namen Himmelsschlüssel.

Die Magnolien vor der Kirche sind kurz vorm Aufgehen. Hoffentlich kommt kein Frost und macht die schönen Blüten hin.

Dieser besondere Baum liegt oder steht auf dem Scheibenberg. Er ist irgendwann umgefallen, in der Mitte hat er wieder neue Wurzeln in den Boden getrieben und aus dem Stamm wachsen neue Bäume. Erstaunlich, was die Natur alles macht, wenn man sie gewähren lässt.

Die ersten Veilchen zeigen sich, der Frühling ist im Anmarsch.

Auch im Garten von unserem Verwaltungsrat Bernd hält der Vorfrühling Einzug, es geht voran🤗

Sonntag, 21.2.
Heute ist es richtig frühlingshaft draußen. Die Natur erwacht, die Frühblüher sind da und auch die ersten Hummeln und Bienen suchen nach Nahrung und tun nebenbei ihre wichtige Arbeit, Blüten zu bestäuben.

Freitag, 19.2.
Heute habe ich in meinem Vorgarten beim Zurückschneiden diesen farbenfrohen, vorwitzigen Frühlingsboten entdeckt, der ist quasi auch über Nacht rausgekommen.

Der Winter ist wie es aussieht auf dem Rückzug. Die frostigen Tage sind vorbei, der Schnee verschwindet. Die ersten Frühlingsboten zeigen sich, der Vorfrühling kommt.
Und ich muss sagen, das freut mich sehr.

Webseminar Biodiversität fördern in Haus-und Kleingärten

Die Gartenakademie Baden-Württemberg bietet ein Webinar, d.h. ein Seminar im Internet zum Thema Biodiversität fördern in Haus-und Kleingärten. Es werden im Vorträge zu nachhaltigem gärtnern, der insekten-und kleintierfreundlichen Gestaltung und Bepflanzung angeboten.
Das Thema Biodiversität im Garten halte ich für sehr wichtig und aktuell.

Ich finde das einen sehr guten Ansatz, Seminare im Web anzubieten. So ist gewährleistet, dass es auch statt finden kann, unabhängig von der momentanen Situation. Für mich ist es auch interessant, so zu lernen wie die Kinder im homeschooling, nämlich am Computer.

Den kompletten Flyer können Sie hier herunterladen.

Winter Wonderland in Ottenau

Freitag, 12.2.21
Heute war ich auf dem Merkur und habe auf Ottenau runtergeschaut

Dienstag, 9.2.21
Das Winter Wonderland geht weiter. Es hat nochmal ordentlich geschneit und in den nächsten Tagen soll es sehr kalt werden. Die Schneelandschaft bleibt also noch. Die Bilder von heute sind vom Sauberg und erfreuen die Liebhaber der Schwarz-Weiß Fotographie.

Wir haben den schönsten Winter seit Jahren und sogar in Ottenau liegt Schnee. Wenn dann noch die Sonne scheint und man die Möglichkeit hat, spazieren zu gehen, ist das ganz wunderbar.
Ich war am Lieblingsfelsen unterwegs. (Freitag, 15.1.21)

Das Winter Wonderland geht weiter. Heute war ich auf dem Sauberg, nach dem Gärtlein mit Bank von Alfons Merkel schauen. (Samstag, 16.1.21)

Der Schnee in Ottenau ist am Weggehen. Dafür glänzt der Schnee auf dem Bernstein und der hohen Wanne umso prächtiger. (Montag, 18.1.21)

Der Winter ist noch einmal zurück gekehrt, allerdings nur kurz. Die nächsten Tage sollen warm, nass und windig werden. (Mittwoch, 27.1.21)

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